Es gibt da Schüler, die wollen einem weismachen, ihre Messwerte im Physik-Schülerexperiment wären ungenau, weil sie ja von Erdbebenwellen beeinflusst werden. Doch ganz so abwegig, wie dieser Gedanke zu Anfang scheint, ist er gar nicht. Denn ab sofort können am Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium mithilfe eines RaspberryShake-Sensors von der TU Bergakademie Freiberg Erdbeben detektiert werden. Dieser Sensor besteht im Prinzip aus einer federnd aufgehängten Spule und einem Gehäuse mit Permanentmagnet. Gehen Vibrationen durch den Sensor, kommt es durch die Trägheit der Spule und durch die Relativbewegung zum Magnet zu einer Induktionsspannung (ja, Klasse 9, ihr wisst Bescheid), welche als Messsignal an einen Server in Panama weitergegeben wird. Alle Daten von sämtlichen Messstationen auf der Welt – und davon gibt es einige – sind öffentlich einsehbar, auch die von unserer Schule. So konnte beispielsweise am 20.11.2025 ein Erdbeben der Magnitude 2 in Westböhmen beobachtet und mithilfe weiterer Stationen lokalisiert werden.
Aufgestellt und erklärt wurde unsere Station von Olaf Hellwig, einem Mitarbeiter der TU Bergakademie Freiberg, dem das Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium an dieser Stelle seinen herzlichen Dank ausspricht.
Wenn ihr jetzt auch ganz bewegt seid von den Erdbebenwellen, könnt ihr weitere Informationen bei den Geografie- und Physiklehrern erhalten und euch auf stationview.raspberryshake.org sämtliche Messstationen und detektierte Erdbeben anzeigen lassen. Und wer weiß – vielleicht beweist ihr damit beim nächsten Schülerexperiment, dass eure Werte doch von einer Erdbebenwelle verfälscht worden sind!



